Zu unserem Beitrag über das Gedicht aus den 1960er Jahren zum Vorstand der Schützenbruderschaft erreichte uns ein Kommentar von Bruno Auer. Wir finden, Brunos Erzählungen, Erinnerungen und Döneks sind zu interessant, als dass sie in den Kommentaren untergehen sollten. Daher veröffentlichen wir seinen Kommentar in einem eigenen Beitrag – als Update zu „Ein Loblied (?) auf den Schützenvorstand einst“.
Zum Thema Wein (Mosel-Tröpfchen) beim Schützenfest vielleicht noch eine kurze Anmerkung: Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre wurde das Schützenfest noch auf dem alten Ziegeleigelände in der Linde gefeiert und zwar unter der Woche, Montag, Dienstag, Mittwoch.
Zu dieser Zeit war es üblich, dass am Hofstaatstisch Dienstags und Mittwochs nach der Parade nur Wein ausgeschenkt wurde. Bier war hier verpönt. Wer mit Bier erwischt wurde musste eine Runde Wein ausgeben. Diese Information habe ich von Josef Bange. Er ist leider im Juli 2008 verstorben, so dass wir in hierzu nicht mehr befragen können.
Es wurde jedes Jahr beim Schützenfest ein Mitglied des Hofstaates benötigt, um die Getränkeabrechnung am Hofstaatstisch mit dem Festwirt zu koordinieren. Hierzu wurde oft Josef Bange ausgewählt, da er diese Aufgabe stets zuverlässig abwickelte. Er war mit seiner Frau Elisabeth also oft im Hofstaat vertreten.
Das letzte Schützenfest mit Pferdebegleitung fand 1977 statt. Danach fiel auch dieser alte Brauch den ständig steigenden Sicherheitsanforderungen zum Opfer. Hermann Peukmann, sen. war zu dieser Zeit Brudermeister, sein Adjutant Norbert Scheele.
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