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Sibusiso Charity Cup 2026: Wer wird Hallenkreismeister im Kreis Soest?

19. September 2026 · 8 Min. Lesezeit
Dominik Koch Autor · Redaktion: Peter Kothenschulte

Neues Hallenturnier bringt 32 Mannschaften zusammen – mehr als 15.000 Euro Preisgeld und ein guter Zweck

Unter dem Titel „Sibusiso Charity Cup 2026“ soll in diesem Winter ein neues großes Hallenfußballturnier im Fußballkreis Soest entstehen. Insgesamt 32 Mannschaften kämpfen an vier Vorrundenabenden und einem Finalwochenende um den Titel Hallenkreismeister 2026. Zusätzlich geht es um ein Gesamtpreisgeld von mehr als 15.000 Euro. Die Vorrunde findet von Montag, 14. Dezember, bis Donnerstag, 17. Dezember, jeweils von 18:30 bis 21:30 Uhr in der Sporthalle Am Salzbach in Werl statt. Am Samstag, 19. Dezember, folgt in der Sporthalle des Bördeberufskolleg in Soest die Zwischenrunde, bevor am Sonntag, 20. Dezember, die Endrunde und damit die Entscheidung um den Turniersieg ausgetragen wird.

Die Idee für das neue Turnier gibt es bei Blau-Weiß Büderich bereits seit mehreren Jahren. Nun seien die passenden Rahmenbedingungen vorhanden, um das Konzept umzusetzen. Als Vorbild dienten unter anderem die Dortmunder Stadtmeisterschaften sowie das Sparkassen Masters. Auch wenn der Sibusiso Charity Cup natürlich nicht mit der Größenordnung des Dortmunder Turniers vergleichbar sei, soll ein ähnliches Ziel verfolgt werden: möglichst viele Vereine aus dem Fußballkreis Soest zusammenzubringen und wieder mehr Begeisterung für den Hallenfußball zu schaffen.

Hallenfußball soll wieder attraktiver werden

In den vergangenen Jahren habe der Hallenfußball zunehmend an Bedeutung verloren. Einige Mannschaften hätten sich sogar komplett aus dem Hallenfußball zurückgezogen. Genau hier möchte der Sibusiso Charity Cup ansetzen.

Die Organisatoren hoffen, die Vereine mit einem attraktiven Turnierformat wieder für den Hallenfußball begeistern zu können. Dabei spielt auch die Unterstützung durch die Fans eine wichtige Rolle. Büderich habe in den vergangenen Jahren bereits beim Sparkassen Masters gezeigt, welche Stimmung in der Halle entstehen kann. Auch Vereine wie Westönnen, Sönnern, Fatihspor oder Hilbeck bringen zu Stadtmeisterschaften und zum Masters regelmäßig zahlreiche und lautstarke Fans mit.

„Wir brauchen Leidenschaft und Emotionen. Dafür sind viele Derbys, aber auch die gesunde Rivalität unter den Vereinen wichtig. Sie sorgen für spannende und unterhaltsame Spiele. Man kennt, schätzt und respektiert sich untereinander – und das nicht nur unter den Spielern, sondern auch bei den Zuschauern“, erklären die Organisatoren.

Spiele gegen Mannschaften aus anderen Kreisen seien für Spieler und Zuschauer hingegen häufig weniger reizvoll. Daher wolle man den Fokus bewusst vollständig auf den Fußballkreis Soest legen.

Charity statt Gewinn für den Verein

Wie der Name bereits verrät, steht neben dem Fußball auch der gute Zweck im Mittelpunkt. EIn Großteil der Einnahmen des Turniers sollen nicht an Blau-Weiß Büderich gehen, sondern die Sibusiso Stiftung unterstützen. Alle Eintrittsgelder fließen zu 100 Prozent in die Stiftung.

Die Stiftung engagiert sich für benachteiligte Kinder in Tansania in der Nähe der Stadt Arusha. Vorsitzender ist Anton van Doornmalen, der vor einigen Jahren das Vereinslied „Fußball macht Spaß“ für Blau-Weiß Büderich geschrieben und produziert hat.

Mit dem Turnier möchte der Verein etwas zurückgeben, gleichzeitig die Arbeit der Stiftung unterstützen und deren Bekanntheit erhöhen. Die Sibusiso Stiftung unterstützt Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen, die dadurch nur geringe Chancen auf ein glückliches und gesundes Leben haben.

Keine Konkurrenz zum Sparkassen Masters

Mit dem Sparkassen Masters gibt es bereits ein großes Hallenturnier in der Region. Der Sibusiso Charity Cup soll dieses jedoch nicht ersetzen oder verdrängen.

„Das Sparkassen Masters ist das größte Hallenturnier der Region und das soll auch so bleiben“, erklären die Organisatoren. Die Endrunde des Masters sei für viele Vereine etwas Besonderes. Allerdings schaffe es immer nur ein kleiner Teil der Mannschaften aus dem Kreis Soest in die Endrunde.

Der neue Charity Cup soll deshalb allen Vereinen die Möglichkeit geben, an einem großen Turnier teilzunehmen. Besonders attraktiv ist die Möglichkeit für Kreisligisten, sich mit Bezirks-, Landes- oder Westfalenligisten zu messen. Während solche Begegnungen auf dem Feld meist nur im Kreispokal möglich seien, könne in der Halle auch ein unterklassiger Verein für eine Überraschung sorgen.

Das Ziel sei deshalb nicht unbedingt, das größte Turnier zu veranstalten. „Wenn es am Ende vielleicht das beste Turnier im Kreis ist, dann haben wir vieles richtig gemacht“, lautet der Anspruch.

Kurze Vorrunde und Spannung bis zum Ende

Auch beim Turniermodus haben sich die Organisatoren bewusst für ein neues Konzept entschieden. Mannschaften und Zuschauer sollen nicht den ganzen Tag in der Halle verbringen müssen. Gleichzeitig soll die Spannung bis zum letzten Spiel erhalten bleiben.

Insgesamt treten 32 Mannschaften in acht Gruppen gegeneinander an. Die Gruppen werden dabei nicht ausgelost, sondern anhand der Abschlusstabelle der vergangenen Saison gesetzt. Dadurch soll es in jeder Gruppe einen klaren Favoriten geben. Gleichzeitig sollen auch die vermeintlich kleineren Mannschaften eine realistische Chance auf das Weiterkommen haben.

An jedem der vier Vorrundenabende treten acht Mannschaften in zwei Gruppen gegeneinander an.

Die Erst- und Zweitplatzierten der beiden Gruppen treten anschließend in einem entscheidenden Endspiel gegeneinander an. Der Sieger dieses Spiels qualifiziert sich direkt für die Endrunde.

Die Verlierer dieser Finalspiele sowie die jeweiligen Drittplatzierten aus den Gruppenspielen erreichen die Zwischenrunde. Lediglich die Tabellenvierten scheiden nach der Gruppenphase aus.

Damit nehmen 16 Mannschaften an der Zwischenrunde teil. Die acht Mannschaften werden auf zwei Vierergruppenverteilt und spielen dort zunächst die Gruppenphase. Anschließend geht es über Halbfinale und Finale um das letzte Ticket für die Endrunde am Sonntag.

In der Endrunde stehen schließlich zehn Mannschaften. Zunächst wird in zwei Fünfergruppen gespielt. Der Tabellenfünfte scheidet aus, während die übrigen acht Mannschaften sich eine gute Ausgangslage für die K.-o.-Spiele erspielen.

Anschließend kämpfen die acht verbliebenen Mannschaften in der Finalrunde im Doppel-K.-o.-System um den Turniersieg und damit um den Titel des Hallenkreismeisters 2026.

Alle Vereine aus dem Kreis sollen dabei sein

Ob tatsächlich alle vorgesehenen Mannschaften aus dem Fußballkreis Soest teilnehmen werden, können die Organisatoren noch nicht sicher sagen. Die Hoffnung sei aber groß, möglichst viele Vereine von der Idee zu überzeugen.

Der Termin wurde bewusst vor Weihnachten gewählt. Zum einen soll das Turnier möglichst nicht mit anderen Hallenturnieren kollidieren, zum anderen soll die Wintervorbereitung der Vereine auf die Rückrunde nicht gestört werden.

Bei den überkreislichen Mannschaften sehen die Organisatoren aufgrund der sportlich attraktiven Ausgangslage gute Chancen, diese vom Turnier zu überzeugen. Die direkte Qualifikationsmöglichkeit für die Endrunde und das attraktive Preisgeld sollen zusätzliche Anreize schaffen.

Der Fokus liegt trotzdem auf den Mannschaften aus der Kreisliga. „Sicherlich sind die überkreislichen Mannschaften mit ihrer Favoritenrolle in der Gruppenphase schneller von diesem Turnier zu überzeugen. Aber der Fokus liegt bei den Mannschaften aus der Kreisliga“, erklären die Organisatoren.

Für die Kreisligisten werden deshalb zusätzlich attraktive Preisgelder ausgeschüttet. Die drei besten Kreisligisten können unabhängig vom Erreichen der Endrunde Geld für ihre Mannschaftskasse gewinnen.

Sollten Mannschaften nicht teilnehmen, werden die freien Plätze durch die besten zweiten Mannschaften der vergangenen Saison aufgefüllt.

Mehr als 15.000 Euro Preisgeld

Dem Erstplatzierten winken 3.000,- Euro, dem Zweitplatzierten 2.000,-Euro und der Dritte erhält 1.000,- Euro. Für die Plätze 4-10 gibt es ebenfalls Geldpreise.

Für die Mannschaften geht es um einen besonderen Titel: Hallenkreismeister 2026 – die Nummer eins im Kreis Soest.

Zusätzlich wartet ein attraktives Preisgeld. Insgesamt werden mehr als 15.000 Euro ausgeschüttet.

Zusätzliche Preise für Kreisligisten:

  • Bester Kreisligist: 1.000 Euro
  • Zweitbester Kreisligist: 600 Euro
  • Drittbester Kreisligist: 400 Euro

Außerdem werden jeweils 100 Euro für den besten Torschützen und den besten Torwart vergeben.

Auch die Fans können sich auf einen eigenen Wettbewerb freuen. Für die besten und lautstärksten Fangruppen gibt es sowohl in der Zwischenrunde als auch in der Endrunde jeweils 50 Liter frisches Veltins zu gewinnen.

Bis zu 5.000 Euro für Teilnehmer und Zuschauer

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, bis zu 5.000 Euro in bar zu gewinnen. Unter allen Teilnehmern, die an der Charity-Spendenaktion teilnehmen, werden fünf Gewinner ausgelost.

Die Gewinner bekommen die Chance, einen Ball von der Mittellinie aus ins Tor zu schießen. Gelingt der Treffer, winken bis zu 5.000 Euro in bar.

Damit verbindet der Sibusiso Charity Cup sportlichen Wettbewerb, Fan-Atmosphäre und den guten Zweck.

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