Satzungsänderung zweiter Anlauf

Satzungsänderung zweiter Anlauf

Autor & Redaktion ✍️ Peter Kothenschulte

Frauen in die Bruderschaft? Darum geht es ganz speziell am Samstag, 20. September. Der Vorstand der Kunibertschützen lädt zur Außerordentlichen Generalversammlung ein.

Hier noch einmal in Kürze, über welche Satzungsänderung abgestimmt werden soll:

  • In §1 geht es um „….eine Vereinigung von Männern….“
  • In §3 geht es um die Mitgliedschaft: „….kann jede männliche Person werden….“.

Die Änderungen, über die die Versammlung abstimmen sollen, lauten: 

  • §1 „…..eine Vereinigung von Personen….“
  • §3 “ Mitglied kann jede Person werden….“

Brudermeister Michael Plott ist zuversichtlich und sagt, der Vorstand stehe hinter der Sache. „Mittlerweile hat es einige Treffen mit Mädchen und Frauen gegeben, die Interesse an einer Mitgliedschaft haben und es sind bereits konkrete Ideen entstanden“. Dazu wird der Brudermeister vor der Abstimmung berichten.

Bei der ersten Abstimmung im September 2023 zu diesem Thema waren die Blaukittel nicht bereit für eine Änderung. Knapp die Hälfte der anwesenden Mitglieder stimmten gegen eine Änderung. Allerdings ist eine 3/4-Mehrheit nötig, um die Satzung ändern zu können. Dessen ist sich der Vorstand bewusst und guter Dinge, die Sache nun abschließen und sich dem Thema öffnen zu können. Sehr viele Bruderschaften und Schützenvereine aus der umliegenden Region sind diesen Schritt bereits gegangen und haben positive Erfahrungen gemacht. Diesen Schwung möchte der Vorstand mitnehmen.

Vor der Abstimmung wird der Geschäftsbericht zum diesjährigen Schützenfest vorgetragen. Beginn ist um 19:30 Uhr. Alle Mitglieder werden gebeten, im Blaukittel teilzunehmen.

Eine Anspielung auf die Abstimmung war bereits bei der Bosnienfete in der Blumendeko von Norbert Dümpelmann enthalten.

2 Antworten

  1. Es ist nicht nur schade, sondern auch ein herber Verlust, dass es in heutiger Zeit bei einer so bedeutungsvollen Abstimmung zu solch einem Fiasko kommt. Unsere Vorahnen waren uns scheinbar um Jahre voraus, als sich die Blaukittel dazu entschieden zum Stangenabend anders als es Jahrhunderte vorher üblich war, nun doch die Anwesenheit von Damen zum Vogelschießen zuzulassen. Welch ein Fortschritt zu damaliger Zeit. Wie alle wissen, damals wie heute, eine absolute Bereicherung des Festes!
    Wer es, von den bei der Abstimmung anwesenden Schützenbrüdern mal geschafft hat über die Büdericher Flurgrenzen hinaus zu den Nachbarn zu schauen, hätte feststellen können, das es durchweg nur positive Entwicklungen mit den den zugewonnenen Damen zu verzeichnen gibt.
    Leider konnte ich an der Versammlung bzw. Abstimmung wegen Verhinderung nicht teilnehmen und hatte schon in Befürchtung an den Ausgang der Wahl an eine Briefwahl gedacht, was leider unsere Statuten nicht hergeben, nur anwesende Schützenbrüder sind stimmberechtigt.
    ..warum eigentlich???
    Ja, es ist richtig, dass wir in einer Demokratie leben, aber sollte den Blick in die Zukunft nicht verlieren.
    Diese Wahl verlief frei nach dem Motto: „Vorwärts Kameraden es geht zurück“.

  2. Leider hat es nicht geklappt. Aber wir leben in einer Demokratie. Deshalb ist es kein Grund die Bruderschaft zu verlassen. Wenn noch mehr Mitglieder zu solch wichtigen Abstimmungen kommen würden ( 194 von über 800 ) wäre es wahrscheinlich andere ausgegangen. Schlechte Wahlbeteiligung

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