Zur Generalversammlung trafen sich die Büdericher Schützen in der Kuniberthalle. Zuvor hatten die Blaukittel am Gottesdienst teilgenommen. Zur Eröffnung der Versammlung begrüßte Brudermeister Michael Plott die Blaskapelle Büderich und 115 anwesende Mitglieder.
Besondere Ehrung
Zu Beginn der Versammlung gedachten die Schützen ihrer verstorbenen Mitglieder. Brudermeister Plott erinnerte an den erst kürzlich verstorbenen Schützenbruder und Vorstandsmitglied Johannes Bruno Peters. Seit 1994 war Peters im Vorstand tätig und hatte das Amt des Königsoffiziers inne, des weiteren war er verantwortlich für die Audio-Technik rund um die Halle und Beschallung zum Schützenfest. Teile seiner Aufgaben hatte er bereits an jüngere Mitglieder übergeben und wollte bei dieser Generalversammlung seinen Vorstandsposten abgeben.
Der Vorstand wollte ihm zum Schützenfest beim Frühschoppen am Sonntag, eine besondere Ehrung zuteil werden lassen: das Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz.
Vorstandsarbeit
Das immer weniger Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrenamtlich zu engagieren stellt auch der Schützenverein fest. Bei den Vorstandswahlen blieben zwei Posten unbesetzt. Traurig ist zudem, dass es aus den Reihen der anwesenden Mitglieder keine einzige Nominierung gab. Plott hob hervor, dass gerade für den Bereich soziale Medien Unterstützung im Vorstand dringend gesucht wird.
Bei den weiteren Wahlen wurden Hubert Schnettler und Simon Kortmann gt. Kolberg wiedergewählt.
Geschäftsbericht: Veranstaltungen sorgen für positive Bilanz
Geschäftsführer Benedikt Schumacher verlas den Jahresbericht, der ein sehr positives Ergebnis ausweist. Ein Grund dafür seien die gut besuchten Veranstaltungen, insbesondere das Oktoberfest und der DJT (Diözesan-Jungschützentag).
Mitgliederzahlen gesunken
Einen großen Mitgliederschwund bedauert Schumacher. Um mehr als 50 Mitglieder ist die Gesamtzahl gesunken, aktuell sind es 792 verzeichnete Schützen. Ein wesentlicher Grund könnte die Abstimmung über die Aufnahme von Frauen sein, vermutet der Vorstand.
Brudermeister Plott betonte: „Wir vom Vorstand bleiben beim Thema dran. Die Außerordentliche Versammlung hat gezeigt, dass die Mehrheit der Schützen für die Öffnung ist“. Es fehlten bei der Versammlung 10 Stimmen, um die erforderliche 3/4-Mehrheit zu erreichen und damit die Satzungsänderung beschließen zu können.
9 neue Rosenkavaliere
Kommandeur Jannis Bussmann hatte aber auch eine erfreuliche Zahl zu vermelden: 9 junge Männer schließen sich den Rosenkavalieren an.
Kunibertzimmer
Nach sehr langer Bauzeit ist im April das Bauvorhaben „Kunibertzimmer“ abgeschlossen und die Bauabnahme erfolgt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es noch einen öffentlichen Besichtigungstermin geben.
Hutsammlung & Schützenvogel
Bei der Hutsammlung für soziale Zwecke des Schützenbezirks Werl-Ense wurden 527,73 EUR gespendet.
Zum Abschluss der Versammlung wurde der Schützenvogel 2026 versteigert. Jörg Hansner warf als letzter ein Geldstück in den Hut, bevor die Stoppuhr ablief – damit trägt der Vogel in diesem Jahr seinen Namen. Gebaut wurde der Adler von Christian Bußmann, bunt bemalt von den Kindern der Kita St. Vinzenz.




Erst gegen die Aufnahme von Frauen stimmen (und damit der Bruderschaft die Chance auf neue Mitglieder und Vorstandsmitglieder nehmen) und sich dann noch nicht mal selbst engagieren. Sauber, Jungs! Ihr habt es echt verstanden. Nicht.