Die Folgen des Klimawandels stellen Städte zunehmend vor große Herausforderungen. Auch in Werl führten Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren u. a. 2019, 2021, 2023 und 2024 zu Überflutungen im Stadtgebiet mit teils erheblichen Sachschäden. Diese Ereignisse verdeutlichen die Dringlichkeit, sich systematisch auf außergewöhnliche und extreme Starkregenereignisse vorzubereiten.
Die Stadt Werl lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Starkregenvorsorge ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 8. Dezember ab 18 Uhr in der Stadthalle statt und bietet einen umfassenden Einblick in das derzeit erarbeitete Starkregenrisikomanagement der Stadt.
Seit Anfang 2025 arbeitet die Stadt Werl gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Dr. Pecher GmbH an einem ganzheitlichen Konzept, um die Risiken durch außergewöhnliche und extreme Niederschlagsereignisse besser einschätzen und ihnen wirksam begegnen zu können. Ziel ist es, Werl nachhaltig auf zukünftige Starkregenereignisse vorzubereiten und sowohl die Menschen vor Ort öffentliche als auch die Infrastruktur besser zu schützen.
Ein zentraler Baustein dieses Projekts ist das für Werl aufgebaute Auskunfts- und Informationssystem (AIS) Starkregenvorsorge, das im Rahmen der Bürgerinformation erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Im AIS werden die Überflutungstiefen sowie Fließgeschwindigkeiten und -richtungen für unterschiedliche Starkregenereignisse dargestellt. Somit können auch Bürgerinnen und Bürger ihr individuelles Risiko erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen planen. Mögliche Vorsorgemaßnahmen und wichtige Informationen zum Verhalten während und nach Starkregenereignissen werden ebenfalls vorgestellt.
Im Nachgang zur Veranstaltung wird das AIS online freigeschaltet und allen Interessierten dauerhaft zur Verfügung stehen. So können sich die Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Termin und Ort über eine potenzielle Gefährdung durch Starkregen informieren und selbst aktiv zur eigenen Sicherheit beitragen.
Die Stadt Werl freut sich auf eine rege Teilnahme und den gemeinsamen Austausch zu diesem wichtigen Thema.
Beitrag der Wallfahrtsstadt Werl / Redaktion Peter Kothenschulte