Büderich allgemein

Gold im Doppel – Erfolgreiche WM für Melanie Jeska

3. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Peter Kothenschulte Autor & Redaktion
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Die Weltmeisterschaften im PingPongParkinson in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover sind beendet. Fünf intensive Turniertage, rund 4500 Spiele an 90 Tischen. Für Melanie Jeska aus Büderich endete die WM mit einem herausragenden Ergebnis:

  • Gold im Frauen-Doppel
  • Silber im Mixed-Doppel
  • Silber im Einzel

Größtes Parkinson-Event

„Es ist das größte Parkinson-Event aller Zeiten“ sagte Thorsten Boomhuis, Gründer und Vorsitzender von PinPongParkinson. Radio, Fernsehen, Live-Streams und zahlreiche Interviews begleiteten das Turnier – die mediale Aufmerksamkeit war enorm.

Melanie Jeska war insgesamt sechs Tage in Hannover, um am größten Tischtennis-Turnier für Menschen mit Parkinson teilzunehmen. Als Titelverteidigerin im Frauen-Doppel reiste sie mit besonderem Druck an – schließlich hatte sie im Vorjahr gemeinsam mit Agnes Jan den WM-Titel gewonnen.

„Das ist schon sehr anstrengend, an fünf Turniertagen mehr als 25 Spiele abzuliefern“, berichtete Jeska. Sie stand schließlich im Fokus: in 2025 nicht nur Gold im Doppel, auch in Einzel gewann sie Bronze und im Mixed sogar Silber. „Da schaut die Konkurrenz gerne hin“, erklärt Jeska, und weiter: „Obwohl am Ende nicht der Sieg zählt, sondern die gemeinsame Zeit mit den Menschen.“

Beeindruckende Kulisse und professionelle Vorbereitung

Die Eröffnungsfeier moderierte Norbert König, ehemaliger Sportmoderator beim ZDF. Das zeigt den Stellenwert dieses Turniers, was aber auch in Zahlen beeindruckt: über 800 Teilnehmer aus 35 Ländern.

„Es wurde in drei großen Hallen gespielt, eine Platte neben der anderen, in vielen Reihen hintereinander“ berichtet Jeska. „Das ist schon ein mächtiges Gewusel und du musst versuchen, konzentriert zu bleiben.“

Damit das gelingt, reiste Olga Koop auch nach Hannover. Sie spielte viele Jahre in der Frauen-Bundesliga Tischtennis und leitet nun Tischtennis-Workshops. Für die optimale Vorbereitung hatte sich Melanie Jeska vor dem WM-Turnier bei Koop den letzten Schliff geholt, war viele Tage im Trainingslager in Essen. Sie freute sich über die Visite von Koop bei der WM in Hannover und vor allem über die wertvollen Tipps während des Turniers.

Drei Finalspiele an einem Tag – und Gold im Doppel

„Das Starterfeld war qualitativ hoch besetzt“ berichtet Jeska weiter. Doch am Ende war sie die erfolgreichste Spielerin des Turniers. Als einzige Athletin spielte sie drei Finals – an einem einzigen Tag. „Beim letzten Finale im Frauen-Einzel habe ich es gemerkt: Kraft und Konzentration lassen nach“, gibt Jeska zu.

Das letzte Spiel für Jeska war das Finale der Damen. Sie musste sich am Ende Monika Hussmann geschlagen geben und holte somit die Silbermedaille im Einzel.

Im Frauen-Doppel zuvor stand ihr Agnes Jan zur Seite. Dieses Doppel war in den vergangenen drei Jahren bereits erfolgreich und holte sich auch in diesem Jahr die Goldmedaille.

Im Mixed-Doppel, also ein Team aus Spielerin und Spieler, war Karl-Heinz Moxter ihr neuer Partner, ein sehr erfolgreicher Spieler bei den PPP-Turnieren. Im Finale mussten sie sich leider geschlagen geben und holten die Silbermedaille.

„Ich bin froh, nun ein paar Tage ausspannen zu können“ gibt Jeska zu. Gleichzeitig freut sie sich auf die Rückkehr in den heimischen Spielbetrieb – die Bezirksoberliga mit den Freundinnen aus der Heimat, dem TTV 1989 Werl-Büderich e.V.

Fotos: PIXSELL / TTVN (Tischtennisverband Niedersachsen)

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